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Die Exkursion zu United Paper Mill (UPM) war bereits die dritte vom DHL-Lehrstuhl Global Supply Chain Management durchgeführte Exkursion in diesem Wintersemester 2007. Um den Studenten die Grundkenntnisse über den Fachfremden Bereich Papierindustrie zu vermitteln, hielt am Vortag der Geschäftsführer von bielomatik Dirk Vößing einen interessanten Vortrag. Bielomatik ist ein mittelständischer deutscher Hersteller von Papierschneidemaschinen und liefert seine Anlagen weltweit auch nach China.
Für viele Studenten, die am Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg (CDHK) BWL mit Supply Chain Management studieren, war es das erste Mal, dass sie etwas über die Papierherstellung erfuhren. Vößing ging daher zunächst auf den Prozess der Papierherstellung und die dafür verwendeten Materialien ein. Anschließend bereitete er die Gruppe in seinem spannenden Vortrag auf den Besuch vor und erläuterte die zur Papierherstellung verwendeten Maschinen. Abgerundet wurde das Programm durch Vorträge von Studenten über die Papierindustrie in China.
Am 04. Januar fuhr die Gruppe unter der Leitung von Prof. Yang nach Changshu und erreicht nach 2-stündiger Fahrt den Zielort – die Papierfabrik vom UPM. Dort empfingen die Studenten drei Mitarbeiter, die zunächst eine Präsentation die Papierfabrik erklärten, das Unternehmen vorstellten und auf die speziellen Anforderungen des Supply Chain Managements eingingen. Zusätzlich wurde über berufliche Chancen in der Papierindustrie Chinas informiert.
Die Papierfabrik vom UPM in Changshu gehört zum UPM Konzern Finnlands, eine der weltweit größten Hersteller von hochwertigen Papieren. Fast alle Rohstoffe, die im Herstellungsprozess in Changshu benötigt werden, werden vom Ausland importiert, z.B. Finnland und Brasilien, und die Papiermaschinen wurden ebenfalls in Finnland produziert. Auf einer Fläche von ungefähr 1,9 Mio. Quadratmeter wurden seit 1996 rund 1 Mrd. € investiert. Die Hauptprodukte sind Magazinpapiere, Fein-und Spezialpapiere und Ettikettenmaterial. Die Firma hat zwei große Papiermaschinen, ein eigenes Kraftwerk und die vollständige Ausrüstung zur Reinigung des Wassers. Die externe Logistik wurde an ein Spezialunternehmen vergeben.
Danach besichtigten wir die Werkhallen. Beide Papiermaschinen sind ca. 10 Meter breit und produzieren pro Tag eine Papierbahn von ca. 1.500 Kilometer Länge. Der gesamte Prozess der Produktion wird durch Computer gesteuert. Deswegen ist die Hauptaufgabe der Mitarbeiter die Überwachung. Auf der Maschine wird ein elektronisches System eingesetzt, was genau die Geschwindigkeit, die Qualität und die Prozesse überwacht. In der Halle gibt es zusätzlich automatische Fördersysteme zum Transport der riesigen Papierrollen.
In einer separaten Halle wird das Papier zunächst geschnitten und dann in Kartons verpackt. Dabei konnten wir auch die Anlagen von bielomatik sehen, die uns Herr Vößing am Vortag erklärt hatte. Der gesamte Prozess der Verpackung läuft fast vollautomatisch ab.
Die rund 40 Teilnehmer waren von der Exkursion sehr begeistert. Durch die Vorträge und das besichtigen der Anlage haben sie erfahren, wie Logistik in einem komplexen Fertigungsprozess funktioniert. Zusätzlich erhielten sie viele Informationen über die Papierindustrie, besonders waren die saubere Arbeitsumwelt und die Integration und Automatisierung der Prozesse des Papierproduzierens für die Studenten sehr beeindruckend. Das Thema Umwelt spielte für die Studenten auch eine wichtige Rolle und so war es gut zu hören, dass UPM bereits nach den modernsten Umweltstandards fertigt und das Wasser nach dem Gebrauch wieder gereinigt wird.

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